Zufälliges Zitat

Ich geh auf die Schultoiletten nicht zum Pissen, sondern ich esse da mein Pausenbrot, weil das Ambiente so schön ist.

Zitat von Philipp Passon, 16. September 2009

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Gewalt in den Nachthallen: Friedlicher Sitzstreik im Musiktheater wird brutal aufgelöst

Geschrieben am 10. April 2010 um 01:42 Uhr von Julian Rabe in Leben, Musik. 11 Kommentare »

Heute, oder vielmehr gestern, fand eine seit ein-zwei Wochen geplante Aktion in unserem einst so beliebten MT statt. Ein Sitzstreik, der den Verantwortlichen der Disko zeigen sollte, wie sehr dem Publikum der Metal, der hier früher gespielt wurde, am Herzen lag. Wie gesagt, früher. Seit kurzem wird im Musiktheater nämlich kein Metal mehr gespielt, auch der “Metal-DJ” Matze musste gehen, auf Beschwerdemails kommt nur eine Standardantwort zurück.

Im Vorfeld des Streiks wurden bereits Flyer für die geplante Aktion verteilt sowie Unterschriften für Metalwünsche gesammelt. Das geschah ab Einlass bis zum Sitzstreik um 22 Uhr im Raucherraum bei der Bar im MT. Schön und gut, lief auch alles, wir hatten viele Unterstützer. Bis die Flyer irgendwann mit mir in Verbindung gebracht wurden. Ich hatte keine Erklärung dafür, jedenfalls ging die Geschäftsführerin an mir vorbei, zeigte auf mich, und schon kam ein Türsteher und begleitete mich raus. Er wusste auch keine Antwort, warum ich nun gehen durfte.

Dass ich aber nicht einfach gehe, hätte man sich denken können. Ich verließ zwar das Grundstück, blieb aber trotzdem in der Nähe stehen – bis der Unterschriftensammler hinterherkam, der teilte nämlich mein Schicksal. Nachdem der mit mir ein bisschen diskutiert hat kam dann auch ein Türsteher und wollte uns weißmachen, die Nachthallen hätten Hausrecht bis zur Wolfhager Straße – ja klar.

Nach etlichen Rausschmissen mehr erfuhren wir dann vom Streik um 22 Uhr. Alle schienen sich hingesetzt zu haben, das MT war bombenvoll. Bis die Türsteher und der Besitzer des MTs der Meinung war, man müsste aggressiv dagegen vorgehen. Leute wurden an Haaren, Ohren, Armen etc. aus der Menge gezogen und vor die Tür befördert. Ich glaube ich habe noch nie mehr Leute vor den Nachthallen stehen sehen.

In zwei mir bekannten Fällen wurde dann noch mehr über die Stränge geschlagen.
Der Chef des MTs soll wohl jemanden, der friedlich auf der Tanzfläche gestanden hat, lange vor dem Sitzstreik, am Hals gepackt haben und ihn brutal gewürgt und vor die Tür gesetzt haben. Nach einem entsprechenden Anruf bei der Polizei erstattete dieser Strafanzeige wegen Körperverletzung, die Nachthallen erstatteten ihrerseits Anzeige wegen Nötigung und Hausfriedensbruch, wobei ich nicht verstehe, wie sie das begründen wollen, aber das muss ein Gericht entscheiden.
Im zweiten mir bekannten Fall soll ein Türsteher den Unterschriftensammler bedroht haben. Von wegen “wir können das auch privat klären, ich drehe mir das schon so, dass es rechtlich passt”. Diesem Menschen gehört der Job abgenommen.

Was aus dem Streik noch geworden ist, werde ich hier berichten, oder ich lasse es halt bleiben. Nähere Infos, Bilder und Diskussionen dazu findet man auf www.schuelervz.net in der Gruppe “Sitzstreik im MT am 9.04.10″.

Netgear hebelt Zensursula-Gesetz aus

Geschrieben am 06. August 2009 um 14:17 Uhr von Julian Rabe in Computer, Politik. kommentieren »

Wie Heise neulich berichtete rüstet Netgear seine Router ab dem 10. August 2009 mit einer Firmware aus, die Inhalte aus dem Netz für das eigene LAN blocken kann – unter Zuhilfenahme eines öffentlichen und offenen DNS-Services. Damit umgeht der Datenstrom die DNS-Server der Internet-Provider, auf denen die Blockaden errichtet werden – und Zensursulas Gesetz geht ins Leere.

Wie ich bereits geschrieben habe. Machtkämpfe vor dem Wahlkampf und völlige Verarsche des Wählers. Das sind moderne Wahlkampfmethoden. Obwohl – das lief schon immer so in Deutschland, oder?

Internetprobleme…

Geschrieben am 01. Juli 2009 um 16:14 Uhr von Julian Rabe in Computer, Leben, Politik. 1 Kommentar »

Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich Probleme mit dem Internet. Mein Router disconnectete am Montag im fünf-Minuten-Takt. Dann funktionierte er wieder für ne Stunde bis zwei, um dann bis eben gerade keine Verbindung mehr zu haben. Nach drei Telefonaten mit der Firma funktioniert es endlich wieder, und die “Bundesweite Störung”, die die Telekom nach eigenen Angaben wohl hatte ist wohl behoben. Gott sei Dank.

Nebenbei: Heute ist mein Zensursula-T-Shirt angekommen.

Neues T-Shirt

Geschrieben am 24. Juni 2009 um 23:20 Uhr von Julian Rabe in Computer, Leben, Politik. 2 Kommentare »

Hey, ich finds echt extrem cool, wieviel Inspiration man vom Lesen anderer Blogs bekommt. Ich lese das hier und kaufe mir sofort das Zensursula-Shirt. Für 0 € + Versand. Genial.

Zensursula

Geschrieben am 24. Juni 2009 um 16:59 Uhr von Julian Rabe in Computer, Politik. 1 Kommentar »

Ja, der Nicolai. Schickt mir einfach so ein Video über unsere Zensursula. Versteht diesen Beitrag hier als einen kleinen Nachtrag zu diesem Beitrag.

Ich dachte, ich würde in Deutschland leben

Geschrieben am 21. Juni 2009 um 23:43 Uhr von Julian Rabe in Computer, Politik. 3 Kommentare »

Man könnte eigentlich eine Ecke in diesem Blog aufmachen, wo ich täglich die besten Klopper aus der Politik poste. Beim Lesen von N1ls Blog fiel mir dann dieser Beitrag auf. Da kommt doch tatsächlich eine Familienministerin und verteidigt das in meinen Augen falsche Vorgehen gegen Kinderpornographie. Klar, dagegen muss was getan werden. Aber nicht so. Es findet Zensur statt. Und das sollte nicht passieren. Wozu haben wir ein Grundgesetz? Da steht das drin (hier bin ich auch schonmal darauf eingegangen). Zensur. Internetzensur. China. Olympische Spiele 2008. Es passt.

Nicht passen tut dagegen allerdings die Methode, mit der die Regierung Kinderpornografie zu unterdrücken versucht. Nach dem beschlossenen Gesetz (siehe dieses offizielle PDF) werden Seiten, die auf einer speziellen Sperrliste stehen einfach nicht angezeigt, sondern stattdessen eine Hinweisseite mit Kontaktmöglichkeit zum Bundeskriminalamt. Kurz nachdem das Gesetz beschlossen wurde, standen auch schon Vorschläge für weitere Seiten auf der Sperrliste zur Debatte. Damit sind die Grundlagen zur Internetzensur geschaffen. Demnächst könnte es also sein, dass Seiten aus politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder irgendwelchen Motiven sonst einfach mal gesperrt werden. Und selbst das ist keine Möglichkeit, um gegen wirklich gefährliche Seiten (Kinderpornos etc.) vorzugehen. Die Zensur ist nicht einmal “aufgebaut”, da existieren schon Tutorials zum Umgehen dieser. Wir nehmen chinesische Züge an, unsere Verfassung wird ignoriert, es kümmert keinen was “eine Minderheit” dazu zu sagen hat und aus Frust und Unmut wird auch noch die Seite der deutschen Kinderhilfe gehackt.

Warum machen Politiker so einen Schwachsinn? Ganz einfach: Macht. Man versucht gegen die Kinderpornographie vorzugehen. Ein löbliches Ziel. Unter Leuten, die sich im Internet etwas auskennen sind die Methoden verpönt, bei den Otto-Normal-Usern, Standard-Bürgern, Senioren, Rentnern, Ahnungslosen oder allgemein den Leuten, die sich mit den Methoden nicht auseinandersetzen scheint das ganze aber zu funktionieren. Schon werden die Politiker gewählt, sind glücklich und scheißen auf die Kinder, die nach wie vor leiden müssen, weil das Geschäft mit ihnen floriert.

So. Jetzt warte ich nurnoch darauf, dass mein Blog gesperrt wird, sobald das technisch möglich ist… Gute Nacht…

EDIT: Ein Nachtrag ist hier zu finden…