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Apple: Cupertinos faulstes Obst

Geschrieben am 10. September 2009 um 18:00 Uhr von Julian Rabe in Politik, Schülerzeitung, Wirtschaft. kommentieren »

Jeder kennt sie, viele besitzen sie: iPods. Allein der Name ist bei uns als Kult eingebrannt. Doch die Firma, die hinter den nicht für jeden erschwinglichen Musikplayern steckt hat so manches (düstere) Geheimnis und erlaubt sich teilweise Frechheiten, für die Konkurrenten wie zum Beispiel Microsoft gleich einen Skandal gelandet hätten.

Auf der einen Seite stehen iPods für Benutzerfreundlichkeit, Design und Qualität, auf der anderen Seite stehen schlechter Support, schlechte Arbeitsbedingungen und Inkompatibilitäten en masse. Trotzdem erfreut sich Apple eines guten Image. Mit einem Wert von 55,2 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 34,7 Milliarden Euro) liegt Apple auf Platz sieben der teuersten Marken der Welt.
Wie schafft Apple das? Dieses wahnsinnige Image über Jahre fast unangetastet zu wahren? Ganz einfach: Still und heimlich lässt der Konzern seine Muskeln spielen und ist immer schnell dabei, Blogger und Journalisten abzumahnen, die sich wagen auch nur ein bisschen Kritik auszuüben. Zuletzt mahnte Apple Blogger ab, die berichtet hatten, wie man iPhone-Icons auch auf anderen Smartphones einsetzen kann. Aber auch Journalisten, die nur von der Existenz der Möglichkeit berichten werden abgemahnt. In konkret diesen Prozessen hatte Apple aber nur Teilerfolge.
Der Grund für die vielen Abmahnungen ist laut eigenen Angaben die Vermutung, dass sich hinter den Blogger-Pseudonymen eigene Mitarbeiter verstecken, die Firmengeheimnisse ausplaudern. Wahrscheinlich aus diesem Grund werden die Mitarbeiter von Apple auch gezielt mit Fehlinformationen versorgt und beim Surfen überwacht. Besuchen sie zu lange „Gerüchte-Websites“, werden sie ermahnt. Wo wir auch schon bei den Arbeitsbedingungen angekommen sind.

Apple lässt seine Produkte von der taiwanischen Firma Foxconn in Shenzen, China (auch iPod-City genannt) produzieren. Apple geriet durch schlechte Arbeitsbedingungen in den Fabriken in die Schlagzeilen. So machten die Mitarbeiter von Foxconn monatlich rund 80 Überstunden, bekamen knapp 50 Euro pro Monat weniger als im Mindestlohngesetz vorgeschrieben, mussten teilweise bis zu 15 Stunden am Tag arbeiten und in Schlafräumen mit 99 weiteren Arbeitern schlafen. Zudem war Besuch von außerhalb unerwünscht. Als Foxconn deswegen in die Medien gerat, tat Apple sich schwer mit einem Statement, in dem es am Ende hieß, man hätte bei Foxconn Defizite bei den Arbeitsbedingungen gefunden und werde diese beheben.

Apple ist keinesfalls dumm. Irgendwie muss diese Firma es schaffen, dass die Nachfrage nach ihren Produkten alles Rationale übersteigt. Das ist Kult. Dabei bemerken die Konsumenten garnicht, dass sie gehörig verapplet werden. Was für sie zählt ist das Äußere. Das Innere scheint für viele nicht wichtig zu sein. Das iPhone ist halt cool und deshalb will es jeder haben. Dabei wird nicht bedacht, dass man keine MMS verschicken kann, dass man keine Speicherkarten einstecken kann, dass man seine Kontaktliste mit der alten 2.0-Firmware nicht durchsuchen konnte, dass der Akku eben nicht austauschbar ist, dass nur T-Mobile das iPhone in Deutschland verkauft und dass eben nur eine 2-Megapixel-Kamera drin ist. Andere Hersteller können mindestens doppelt soviel. Für diesen ganzen Mist, der eben bei einem iPhone nicht existiert bezahlt man sich dumm und dämlich.
Zusätzlich berichtete Heise Online am 30. Juli davon, dass man mit einer geschickt manipulierten Multi-Part-SMS das iPhone zum Abstürzen bringt oder komplett die Kontrolle übernimmt. Hat sich das nicht jeder iPhone-Besitzer gewünscht?

Inkompatibilitäten gibt es auch bei den iPods. Der neue iPod shuffle (der mit mir redet, hey, cool) funktioniert nur mit den original Ohrhörern von Apple. Oder welchen, die mit Apples Genehmigung neu entwickelt wurden. Apple selbst räumte ein, dass man einen Chip eingebaut habe, der eben nur solche Ohrhörer zulässt. Immerhin war dafür Platz in einem iPod, den ich wahrscheinlich verlieren würde, weil er zu klein ist.

Apples DRM (Digital Rights Management, steuert die Rechte die man hat, wenn man ein Lied im Internet kauft und runterlädt) ist inkompatibel zu allem – außer zu den eigenen Produkten. Will ich also ein Lied, welches ich im iTunes store gekauft habe auf etwas Anderem anhören als auf einem iPod, einem iPhone etc. werde ich berauscht von der absoluten Stille die mich dabei erwartet. Auf der anderen Seite sind Apple Produkte nicht kompatibel zu offenen Formaten wie zum Beispiel Ogg Vorbis. Andere MP3-Player können das schon längst.

Was mich ebenfalls an Apple stört ist der schlampige Umgang mit den Daten der User. In den Datenschutzbestimmungen heißt es „[...] außerdem können wir Informationen über Sie offenlegen, wenn wir der Überzeugung sind, dass dies im öffentlichen Interesse liegt [...]“. Wenn ich also berühmt wäre, würde ich mir garantiert keine Apple-ID besorgen, weil ich sonst Angst bekommen würde, Apple würde meine Telefonnummer, meine eMailadresse oder Ähnliches offenlegen. Das alles würde ja dann im öffentlichen Interesse liegen.
Übrigens: Apple kam auch schon in die Schlagzeilen, weil iTunes einfach so, ungefragt selbstverständlich, Daten an Apple gesendet hat.

Zum Glück gibt es nach wie vor Leute, denen Apples Verhalten auf die Nerven geht. Diese Leute kämpfen gegen die Sperren und Einschränkungen, die Apple seinen Kunden auferlegt und entwickeln Beispielsweise den Jailbreak für den iPod touch bzw. das iPhone. Jailbreak? Ja, Jailbreak. Zu deutsch „Knastausbruch“ manipuliert dieser die Firmware des Geräts um so Programme (sogenannte „Apps“) auch ohne Apples Segen zu installieren. So kann man seinen iPod bzw. sein iPhone um viele nützliche Funktionen erweitern. Zum Beispiel kann man endlich das Aussehen seines Gerätes selbst bestimmen, Videos mit dem iPhone aufnehmen, MMS verschicken etc.
Natürlich hat Apple auch gegen den Jailbreak etwas und mahnt fleißig weiter ab. Nebenbei versucht der Konzern US-amerikanischen Netzbetreibern weiszumachen, dass ein gejailbreaktes iPhone, falls man Zugriff auf den sogenannten „Baseband Processor“ erhält, unter Anderem Sendemasten absichtlich abstürzen lassen kann oder umsonst telefonieren bzw. surfen kann.

Als ich mir meinen iPod touch gekauft habe wusste ich vorher, dass ich ihn jailbreaken werde. Bedauerlicherweise war noch kein Jailbreak für meinen iPod fertig. Dieser kam ein paar Wochen nachdem ich meinen iPod dann hatte. Ich habe ihn dann so schnell wie möglich gejailbreakt und bereue es nicht. Im Gegenteil. Hätte ich ihn nicht gejailbreakt wäre er aus meiner jetzigen Sicht keine 219 Euro wert…

Neues Design

Geschrieben am 21. Juni 2009 um 02:31 Uhr von Julian Rabe in Computer. 3 Kommentare »

Hurra! Es ist geschafft! Stundenlange Arbeit hat sich ausgezahlt: Mein Blog erstrahlt in einem neuen Design. Weil man aber bei der Entwicklung eines eigenen Themes durchaus ne Art Tunnelblick bekommen kann, brauche ich unbedingt Kommentare zu dem Design. Wie gefällt es euch? Ich habe es bewusst an das alte angelehnt. Aber trotzdem siehts anders aus.

Einziger Nachteil ist mal wieder, dass der Internet Explorer recht vieles falsch anzeigt, und dass die runden Ecken (!) nur von einigen Browsern unterstützt werden…

EDIT: Die runden Ecken erfreuen sich immer mehr Kompatiblität. Demnächst vielleicht dank jQuery auch im Internet Explorer…

Stinksauer und Apple ist schuld

Geschrieben am 09. Februar 2009 um 17:48 Uhr von Julian Rabe in Computer, Leben, Wirtschaft, iPod. 4 Kommentare »

So genial ich auch meinen iPod touch finde, ich habe einen abgrundtiefen Hass gegen Apple entwickelt, der den Hass gegen Microsoft um vieles übersteigt. Schuld daran sind viele Dinge. Angefangen von schlechtem Support bis zu Frechheiten, die den iPod nicht richtig funktionieren lassen.

Angefangen hat die ganze Apple-Hass-Geschichte vor ich schätze mal vier Jahren. Da bekam ich meinen ersten iPod zum Geburtstag. Ein iPod Mini mit 4 GB der heute nicht mehr erhältlich ist. Alles schön und gut, das Ding lief wunderbar. Ich benutzte iTunes nicht, weil es viel zu überladen war, nie das machte was ich wollte und ich Winamp sowieso benutze.
Nach den von Apple zugesicherten 12 Monaten Garantie (was an sich illegal ist, da Produkte in Deutschland einer Gewährleistung von zwei Jahren unterliegen, auch Apple kann daran nichts ändern) ging natürlich was kaputt. Der Akku. Bei einer entsprechenden Anfrage bei Galeria Kaufhof, wo ich den iPod her hatte, hieß es, man könne den iPod nicht auf Garantie reparieren lassen, da diese abgelaufen sei. Eigentlich drohte ein Rechtsstreit, allerdings fand ich im Internet ein Akku-Austausch-Set für den iPod Mini, das nur 10 Euro gekostet hat und damit günstiger als der Rechtsstreit gewesen wäre. Also tauschte ich so selbst meinen Akku. Das Ding lief auch ohne Probleme bis jetzt. Jetzt ist der iPod halt ein bisschen älter und zeigt weitere Altersschwächen, die aber jetzt natürlich nichtmehr der Gewährleistung unterliegen.

Gut, dachte ich mir, ich kann mir ja auch mal was gönnen, also kaufe ich mir jetzt nen iPod touch. Gesagt getan, im Apple-Store bestellt, eine Woche später kam er an. Das war vor drei Wochen. Mittlerweile bin ich nicht mehr überzeugt von Apple. In keiner Weise.
Ich dachte mir, ich könnte vielleicht ein oder zwei Programme für meinen iPod programmieren und die dann in den AppStore stellen oder mir einfach so auf den iPod ziehen. Pustekuchen. Für das iPhone SDK, mit dem man Programme schreiben kann, benötigt man Mac OS X, was wiederrum nur auf einem Mac läuft. Damit bindet Apple seine Produkte an die eigene Software (schließlich braucht man für den iPod ja auch iTunes, was ich mir beim touch gerade so gefallen lasse) und – was noch viel schlimmer ist – diese an die eigene Hardware. Dreister geht es nicht. Um ein Programm für meinen iPod zu schreiben müsste ich mir also einen Mac kaufen (Mac mini für 599$ aufwärts – das Ding würde mir aber in keiner Weise als PC-Ersatz reichen).

Das lustigste ist, wenn der iPod eine oder mehrere Apps garnicht mehr startet. Ich weiß nicht woran es liegt – ich vermute an der Rechteverwaltung (DRM), aber wie gesagt, ich weiß es nicht. Nachdem ich mir ein Programm aus dem AppStore runtergelanden habe funktioniert es meistens wieder. Allerdings passiert das völlig willkürlich, es kann also auch passieren, wenn ich gerade im Urlaub bin und nirgendwo Internet erreichbar ist.

Was eben wieder war, weshalb ich jetzt überhaupt diesen Roman schreibe, ist, dass mein iPod einfach mal von iTunes nicht mehr erkannt wurde. Bzw. erkannt schon. Allerdings meinte mein iTunes dann “Mit diesem Rechner ist bereits ein iPod synchronisiert” – oder so ähnlich. Ja ach ne. Genau der den ich gerade angeschlossen hab. Joar, Ende vom Lied war dann, dass ich den iPod mit einem Backup von gestern abend wiederherstellen durfte – danke Apple.

Allen Apple-Kritiker-Kritikern sei gesagt, dass sie sich gerne über mich aufregen dürfen. Apple stellt nunmal Produkte mit echt schickem Design her (die allerdings viel zu teuer sind, aber es soll ja Leute geben, die Geld scheißen). Aber: Design ist nunmal nicht alles.

Apple stinkt.

Zauberei: Aus Windows XP Home mach Professional

Geschrieben am 28. Februar 2008 um 19:57 Uhr von Julian Rabe in Computer, Howtos. kommentieren »

Eine Umwandlung von Home auf Professional, und das kostenlos und völlig legal? Für viele Wunschdenken. Für mich nicht. Ich habs ausprobiert und es klappt wunderbar. Jetzt erklär ich euch, wies funktioniert!

Der Softwareriese Microsoft hat sich ins eigene Fleisch geschnitten, als er Windows XP entwickelte. Als Windows fertig war, entsprach es der heutigen Professional Edition. Um noch eine Home Edition verkaufen zu können implementierten die Redmonder eine Funktion, die durch einen simplen Eingriff in der Registry manche Prof.-Funktionen einfach abstellt. Natürlich kann man die so einfach nicht wieder rückgängig machen, aber wenn man sein System mit der eigenen Installations-CD updated, geht das – wenn man vorher in die Registry eingreift.

Schritt 1: Installationsverzeichnis kopieren
Zuerst muss man den Installationsordner von der Installations-CD auf die Festplatte kopieren, da man keine Änderungen an der CD vornehmen kann. Dazu sucht man auf seiner CD den Ordner I386, in dem sich die nötigen Dateien befinden. Diesen kopiert man jetzt in einen beliebigen Ordner auf der Festplatte.

Schritt 2: Registry manipulieren
Um XP Professional für die Installation bereit zu machen, klickt man nun auf Start -> Ausführen und gibt dort regedit ein. Man markiert HKEY_LOCAL_MACHINE mit einem klick darauf und klickt auf Datei -> Struktur laden…. Nun kämpt man sich durch bis zum eben kopierten Ordner (Achtung: Zur Kopie, also auf der Festplatte), und sucht sich die Datei SETUPREG.HIV. Diese öffnet man dann und benennt den Schlüssel beliebig, zum Beispiel “prof”. Jetzt navigiert man zu HKEY_LOCAL_MACHINE/prof/ControlSet001/Services/setupdd und klickt dort doppelt auf den Eintrag (Standard). Dort sollten sich nun eine 01 und eine 02 umgeben von 00 befinden. Die 01 und die 02 ändert man nun ebenfalls in jeweils eine 00 um und klickt auf OK.

Man markiert den eintrag prof, den man zuvor erstellt hat, klickt auf Datei -> Struktur entfernen… und bestätigt mit Ja. Nun ist der Installationsordner bereit für Schritt 3.

Schritt 3: Update
Ich persönlich finde es nun empfehlenswerter, die vorhandene Windows-Version lediglich upzudaten, also ohne dass Daten verloren gehen. Dennoch muss vorher darauf geachtet werden, dass das Service-Pack 2 installiert ist und vor dem Update ein backup erstellt wird, da sich dieser Schritt nicht rückgängig machen lässt.
Nun navigiert man in seinen Installationsordner (auf der Festplatte) und startet das Programm WINNT32.EXE, wählt Update und lässt das Programm laufen. Wenn die Installation fertig und der Rechner neugestartet ist, läuft Win XP Professional.

Schritt 4: Aktivierung
Jetzt muss das neue alte System nur noch aktiviert werden. Das ist nicht schwer, und geht über das Internet. Unter manchen Umständen kann es auch sein, dass man sein Win telefonisch aktivieren muss. Das ist aber auch kein Problem, man bekommt automatisch einen Aktivierungscode, den man dann nurnoch eingeben muss. Ich habe mit einer OEM-CD meines Windows immerwieder Probleme gehabt, offenbar mit der Seriennummer, dann muss man halt nocheinmal mit einem Supportarbeiter quatschen, aber die sind nett und wollen sowieso nicht viel wissen.

Viel Spaß, ich hoffe es war lehrreich, experimentieren natürlich auf eigene Gefahr, nicht, das nachher einer ankommt und meint, ich wär Schuld, dass die Daten weg wären.