Zufälliges Zitat

Ich habn Tinitus im Auge - ich sehe nur Pfeifen!

Zitat von Maximilian Moosbühler, 24. Juni 2009

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Gewalt in den Nachthallen: Friedlicher Sitzstreik im Musiktheater wird brutal aufgelöst

Geschrieben am 10. April 2010 um 01:42 Uhr von Julian Rabe in Leben, Musik. 11 Kommentare »

Heute, oder vielmehr gestern, fand eine seit ein-zwei Wochen geplante Aktion in unserem einst so beliebten MT statt. Ein Sitzstreik, der den Verantwortlichen der Disko zeigen sollte, wie sehr dem Publikum der Metal, der hier früher gespielt wurde, am Herzen lag. Wie gesagt, früher. Seit kurzem wird im Musiktheater nämlich kein Metal mehr gespielt, auch der “Metal-DJ” Matze musste gehen, auf Beschwerdemails kommt nur eine Standardantwort zurück.

Im Vorfeld des Streiks wurden bereits Flyer für die geplante Aktion verteilt sowie Unterschriften für Metalwünsche gesammelt. Das geschah ab Einlass bis zum Sitzstreik um 22 Uhr im Raucherraum bei der Bar im MT. Schön und gut, lief auch alles, wir hatten viele Unterstützer. Bis die Flyer irgendwann mit mir in Verbindung gebracht wurden. Ich hatte keine Erklärung dafür, jedenfalls ging die Geschäftsführerin an mir vorbei, zeigte auf mich, und schon kam ein Türsteher und begleitete mich raus. Er wusste auch keine Antwort, warum ich nun gehen durfte.

Dass ich aber nicht einfach gehe, hätte man sich denken können. Ich verließ zwar das Grundstück, blieb aber trotzdem in der Nähe stehen – bis der Unterschriftensammler hinterherkam, der teilte nämlich mein Schicksal. Nachdem der mit mir ein bisschen diskutiert hat kam dann auch ein Türsteher und wollte uns weißmachen, die Nachthallen hätten Hausrecht bis zur Wolfhager Straße – ja klar.

Nach etlichen Rausschmissen mehr erfuhren wir dann vom Streik um 22 Uhr. Alle schienen sich hingesetzt zu haben, das MT war bombenvoll. Bis die Türsteher und der Besitzer des MTs der Meinung war, man müsste aggressiv dagegen vorgehen. Leute wurden an Haaren, Ohren, Armen etc. aus der Menge gezogen und vor die Tür befördert. Ich glaube ich habe noch nie mehr Leute vor den Nachthallen stehen sehen.

In zwei mir bekannten Fällen wurde dann noch mehr über die Stränge geschlagen.
Der Chef des MTs soll wohl jemanden, der friedlich auf der Tanzfläche gestanden hat, lange vor dem Sitzstreik, am Hals gepackt haben und ihn brutal gewürgt und vor die Tür gesetzt haben. Nach einem entsprechenden Anruf bei der Polizei erstattete dieser Strafanzeige wegen Körperverletzung, die Nachthallen erstatteten ihrerseits Anzeige wegen Nötigung und Hausfriedensbruch, wobei ich nicht verstehe, wie sie das begründen wollen, aber das muss ein Gericht entscheiden.
Im zweiten mir bekannten Fall soll ein Türsteher den Unterschriftensammler bedroht haben. Von wegen “wir können das auch privat klären, ich drehe mir das schon so, dass es rechtlich passt”. Diesem Menschen gehört der Job abgenommen.

Was aus dem Streik noch geworden ist, werde ich hier berichten, oder ich lasse es halt bleiben. Nähere Infos, Bilder und Diskussionen dazu findet man auf www.schuelervz.net in der Gruppe “Sitzstreik im MT am 9.04.10″.

Möchtegernsänger auf YouTube

Geschrieben am 31. August 2009 um 17:11 Uhr von Julian Rabe in Leben, Musik. kommentieren »

Es gibt schon Typen auf unserer Welt… Als erstes wäre da die Rede von diesen ganzen Marken-Hopper-Bling-Bling-Gangsta-Spastis, die sich wohl mit dem Geld ihrer Eltern definieren müssen, dann wäre da die Rede von den Emos, von den Schlampen… Moment. Dadrüber wollte ich eigentlich garnicht schreiben.

Nein, es geht ureigentlichst um Leute, denen nichts zu peinlich ist, hauptsache sie können sich selbst darstellen – sei es auch noch so schlecht. So ist vor geraumer Zeit ein YouTube-Kanal von irgendnem ungeliebten Kind entstanden, das ich über mehrere Ecken kenne (theoretisch kennen wir fast jeden auf der Welt über wenige Ecken, aber naja…). Der Kanal ist natürlich schön pink gehalten. Man muss ja zeigen wie naiv man ist. Dieses Mädchen stellt selbst produzierte “Musikvideos” online, nach eigenen Aussagen geht es ihr dabei nur um die “Komposition”. Trotzdem würde ich dann doch nicht auch noch voller stolz in die Welt hinausträllern, dass ich nicht singen kann…

Idioten.

Ich dachte, ich würde in Deutschland leben

Geschrieben am 21. Juni 2009 um 23:43 Uhr von Julian Rabe in Computer, Politik. 3 Kommentare »

Man könnte eigentlich eine Ecke in diesem Blog aufmachen, wo ich täglich die besten Klopper aus der Politik poste. Beim Lesen von N1ls Blog fiel mir dann dieser Beitrag auf. Da kommt doch tatsächlich eine Familienministerin und verteidigt das in meinen Augen falsche Vorgehen gegen Kinderpornographie. Klar, dagegen muss was getan werden. Aber nicht so. Es findet Zensur statt. Und das sollte nicht passieren. Wozu haben wir ein Grundgesetz? Da steht das drin (hier bin ich auch schonmal darauf eingegangen). Zensur. Internetzensur. China. Olympische Spiele 2008. Es passt.

Nicht passen tut dagegen allerdings die Methode, mit der die Regierung Kinderpornografie zu unterdrücken versucht. Nach dem beschlossenen Gesetz (siehe dieses offizielle PDF) werden Seiten, die auf einer speziellen Sperrliste stehen einfach nicht angezeigt, sondern stattdessen eine Hinweisseite mit Kontaktmöglichkeit zum Bundeskriminalamt. Kurz nachdem das Gesetz beschlossen wurde, standen auch schon Vorschläge für weitere Seiten auf der Sperrliste zur Debatte. Damit sind die Grundlagen zur Internetzensur geschaffen. Demnächst könnte es also sein, dass Seiten aus politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder irgendwelchen Motiven sonst einfach mal gesperrt werden. Und selbst das ist keine Möglichkeit, um gegen wirklich gefährliche Seiten (Kinderpornos etc.) vorzugehen. Die Zensur ist nicht einmal “aufgebaut”, da existieren schon Tutorials zum Umgehen dieser. Wir nehmen chinesische Züge an, unsere Verfassung wird ignoriert, es kümmert keinen was “eine Minderheit” dazu zu sagen hat und aus Frust und Unmut wird auch noch die Seite der deutschen Kinderhilfe gehackt.

Warum machen Politiker so einen Schwachsinn? Ganz einfach: Macht. Man versucht gegen die Kinderpornographie vorzugehen. Ein löbliches Ziel. Unter Leuten, die sich im Internet etwas auskennen sind die Methoden verpönt, bei den Otto-Normal-Usern, Standard-Bürgern, Senioren, Rentnern, Ahnungslosen oder allgemein den Leuten, die sich mit den Methoden nicht auseinandersetzen scheint das ganze aber zu funktionieren. Schon werden die Politiker gewählt, sind glücklich und scheißen auf die Kinder, die nach wie vor leiden müssen, weil das Geschäft mit ihnen floriert.

So. Jetzt warte ich nurnoch darauf, dass mein Blog gesperrt wird, sobald das technisch möglich ist… Gute Nacht…

EDIT: Ein Nachtrag ist hier zu finden…

Stoppt die Tierquälerei!

Geschrieben am 17. Juni 2009 um 17:31 Uhr von Julian Rabe in Leben, Politik. 1 Kommentar »

Scheiße. Ich hab gerade einen Link geschickt bekommen, auf dem ein richtig übles Tierquälerei-Video gezeigt wird. Gegen sowas muss was unternommen werden, deshalb schaut es euch an und schickt es weiter. Das kanns doch echt nicht sein…

This is a call to action…

Geschrieben am 14. Juni 2009 um 20:50 Uhr von Julian Rabe in Politik, Wirtschaft. 1 Kommentar »

Erschreckend. Wie mir beim Rumsurfen eben so aufgefallen ist, bilde ich es mir nicht nur ein, dass immer mehr Türken auf den Straßen rumlaufen. Wenn diese Zahlen stimmen – und warum sollten sie das nicht tun – dann wäre das echt krass. Stellt euch mal vor: Nurnoch Moslems. Überall. Ich bin geschockt. Ich kann das nicht in Worte fassen, seht euch einfach mal das Video auf N1ls Blog an

Ticketschwarzhandel – Ein Resumé

Geschrieben am 14. Juni 2009 um 00:29 Uhr von Julian Rabe in Computer, Leben, Musik. kommentieren »

Man sollte es ja eigentlich nicht glauben. Da verkauft das Rammsteinmanagement die Karten für die Konzerte nur im eigenen Onlineshop, der kurz nach Vorverkaufsstart abkackt. Und zwar richtig. Erst geht vor Überlastung garnichts mehr, Fehlermeldungen en masse. Dann fühlt sich der Server wohl gänzlich verarscht und liefert fortan nurnoch PHP-Quellcodes vom Shop. Der läuft übrigens mit der Software osCommerce.
Das Rammsteinmanagement entscheidet sich morgens dafür, den Shop ersteinmal gänzlich vom Netz zu nehmen. In einem Statment heißt es:

Es gibt nach wie vor ausreichend Tickets!
Dadurch, daß 7 Stunden nach Beginn des VVK´s in ganz Eurpoa, viele Shows außerhalb Deutschlands fast ausverkauft waren, haben plötzlich mehrere hunderttausend Fans aus dem europäischen Ausland gleichzeitig auf unseren Server zugegriffen, um Tickets für die zahlreicheren Shows in Deutschland zu bekommen. 7 Uhr morgens hatten wir dadurch den Server fast verloren und haben diesen dann abgeschaltet, um den Andrang zukünftig besser zu kanalisieren. Entschuldigt bitte! Serverprobleme machen Keinem Spaß. Wir freuen uns über den großen Erfolg und planen mit der Band bereits Zusatzkonzerte für Deutschland. Im Laufe des morgigen späten Nachmittages werden wir den Server wieder hochfahren und mit unserem Angebot im Netz zurück sein. Habt bitte noch etwas Geduld!

Vorgestern Nachmittag wurde dann die Nachricht bekannt gegeben, dass der Shop im Verlauf des späteren Abends wieder öffnet. Vorher wurde lediglich gesagt, dass er gestern gegen Abend wieder öffnet. Endlich war es dann so weit, erst in der Warteschlange, dann bin auch ich durchgekommen.

Bei eBay werden die Karten hoch gehandelt.

Bei eBay werden die Karten hoch gehandelt.

Wozu der ganze Stress? Ganz einfach: Es wird versucht, dem Schwarzhandel vorzubeugen. Eine weitere Maßnahme ist, dass man nur zwei Karten pro Person kaufen kann. Dass das allerdings überhaupt nicht erfolgreich war sieht man an eBay und diversen Ticket-Weiterverkauf-Börsen, wo die Karten bisher teilweise zum dreifachen Preis vertickt werden. Gratulation Rammsteinshop…

Offener Brief von Angehörigen der Opfer von Winnenden

Geschrieben am 23. März 2009 um 23:39 Uhr von Julian Rabe in Politik. 1 Kommentar »

Am letzten Samstag (das war der 21. März 2009) wurde auf der Titelseite der Winnender Zeitung ein offener Brief von sechs Angehörigen Familien der Opfer des Amoklaufs von Winnenden abgedruckt. In diesem Brief fordern die Autoren Einiges, das ihrer Meinung nach die Situation in Deutschland ändern soll und die Wahrscheinlichkeit weiterer Amokläufe senken soll. So fordern die Autoren beispielsweise die Beschränkung des Zugangs junger Menschen zu Waffen und den Verzicht von großkalibrigen Waffen im Schießsport. Forderungen nach Weniger Gewalt und mehr Jugendschutz im Internet werden laut, es dürfe nicht sein, dass sich junge Menschen anonym gegenseitig aufhetzen und zu Gewalteskalation auffordern.
Die Angehörigen fordern weiterhin die Presse auf, den Namen des Amokläufers nicht mehr zu nennen und seine Bilder nicht mehr zu zeigen. Ihrer Meinung nach wäre die Heroisierung des Täters die Folge.
Die Autoren sind der Meinung, Medien müssten dazu verpflichtet werden, Täter bei “Gewaltexzessen wie in Winnenden” zu anonymisieren, um Nachahmungstäter zu verhindern.
Nebenbei wird auch der Ruf nach einem Verbot für sog. “Killerspiele” laut.

Meiner Meinung nach haben die fünf Familien, die diesen Brief verfasst haben, ein Recht darauf, dass etwas getan wird. Alleine schon, um die Regierung/Justiz nicht untätig zu sehen. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass hier u. A. an den falschen Ecken gehandelt wird.
Sicher, die Frage, wie es sein kann, dass Jugendliche an Waffen und scharfe Munition kommen steht sehr weit vorne – meine Meinung. Allerdings sehe ich keinen Sinn darin, das Internet zu zensieren, den Täter zu anonymisieren oder “Killerspiele” zu verbieten.

1. Internetzensur
Auch wenn ich mir im Klaren bin, dass hier nicht direkt die Forderung nach Zensur laut wird – indirekt ist das nichts Anderes. Kontrolle müsste stattfinden durch staatliche Stellen – ein viel zu großer Aufwand durch die Vielzahl an Internetseiten (wovon wahrscheinlich einige nichtmal in Suchmaschinen wie google auftauchen). Sollte diese Kontrolle aber nun stattfinden, müssten die staatlichen Stellen den Seitenbetreiber in die Pflicht nehmen, entsprechende Inhalte vom Netz zu nehmen. Und mit welcher Rechtsgrundlage? In Deutschland herrscht generell Meinungsfreiheit.

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. [...] Eine Zensur findet nicht statt.

Artikel 5, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Dies gilt nur in wenigen Ausnahmen nicht.
Nebenbei frage ich mich, was der Amoklauf von Winnenden mit Jugendschutz im Internet zu tun haben soll. Entgegen der Berichterstattung der Medien und offiziellen (!) Presseberichten der Polizei kündigte der Täter sein Vorhaben vorher nicht an. Die entsprechende Nachricht ist eine Fälschung eines anderen Gesprächs des Täters, in dem es nicht um den Amoklauf ging. Die betroffene Website lieferte dazu auch ein umfassendes Statement ab, in dem man sich von jeglichen Ankündigungen des Amoklaufs distanzierte.

2. Anonymisierung des Täters bzw. eventueller Folgetäter
Der Name des Täters soll nicht mehr genannt werden und eventuelle Folgetäter sollen anonymisiert werden, um sie nicht zu heroisieren. Die Autoren des Briefes beschreiben dies als “eine zentrale Komponente zur Verhinderung von Nachahmungstaten”. Ich sehe das anders. Man kann Nachahmungstaten nicht dadurch verhindern, dass man den Namen eines Täters und seine Bilder unter Verschluss hält. Wenn jemand einen Amoklauf plant und durchführt, dann liegt weit mehr vor als nur eine vergangene Tat als Vorbild. Hier sind die Gründe wohl doch eher in der Psyche des Betreffenden zu suchen.

3. Das Verbot von “Killerspielen”
Mit dem gewünschten Verbot von “Killerspielen” zeigen die Angehörigen meiner Meinung nach den gleichen politischen Stumpfsinn wie eben die Politiker, die ebenfalls ein solches Verbot fordern. Was genau ist ein Killerspiel? Ursprünglich wurde Paintball oder ähnliche taktische Feldspiele so bezeichnet, also Spiele, die real stattfinden und wo man mit Farbkugeln auf echte Menschen schießt. Der Begriff der Killerspiele wurde so weit ausgedehnt, dass Computerspiele, in denen es auf den ersten Blick darum geht zu töten, ebenfalls dazugehören. Wenn man den Faden weiterspinnt, zählt Schach genauso dazu (siehe dazu auch www.stigma-videospiele.de). Meiner Meinung nach sollten die Gründe eines Amoklaufs tatsächlich an anderen Stellen gesucht werden. Der von den Medien und der Politik breitgetretene Begriff “Killerspiele” zeugt von sachlicher Unkenntnis und keiner Motivation, sich mit dem Thema inhaltlich genauer zu befassen.

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