Heute wurde der schwarze Tag des Internets in Deutschland begangen. Ich kam nach Hause und bemerkt, dass ich keine .de-Seiten aufrufen konnte. Nach anfänglichem Staunen und Ratlosigkeit befragte ich also ersteinmal Twitter. Und da war dann die Rede von einem Ausfall der Nameserver der deNIC, der Organisation, die die deutschen Domains, also die .de-Domains, verwaltet. Kurze Zeit später hat sich das ganze dann bestätigt.
Nun stellt sich aber die Frage, wie man mit solch einer Schwäche umgeht. Das Ganze ist jetzt passiert und kann leider nicht wieder rückgängig gemacht werden, dennoch muss man sich überlegen, wie man eventuellen Zwischenfällen wie diesem vorbeugen kann. Nun hat die deNIC schon sechs Nameserver, die für Anfragen zuständig sind. Dennoch haben diese fast zeitgleich angefangen, Fehler zu produzieren. Sicherlich wäre das Problem auch nicht ganz so groß gewesen, wenn die Server einfach nicht mehr geantwortet hätten oder Ähnliches. Leider lieferten sie aber auf jede Anfrage eine Antwort à la “Die Domain existiert nicht” (NXDOMAIN). Dies hindert den Client dann daran, einfach beim nächsten (funktionierenden) Nameserver anzufragen, da er ja bereits eine Antwort bekommen hat.
Wie angreifbar ist das Internet, wie angreifbar sind wir?
Die nächste Frage, die sich stellt: Wie angreifbar sind wir und unsere Systeme eigentlich? Kann und darf so ein Fehler überhaupt passieren? Können schon. Dürfen nein. Natürlich – alle .de-Seiten sind nach wie vor erreichbar, mindestens über die IP. Dennoch ist das Problem ein ganz anderes: Nicht jeder User, der auf das Internet angewiesen ist, kennt sich genug damit aus, um entsprechend zu reagieren. Zudem auch Profis nicht die IPs ihrer benötigten Services auswendig können.
Die Möglichkeit zeitkritischer Recherche, etwa bei Polizei und Feuerwehr ist nicht mehr gegeben. Auch an der Börse müssten sich die Kunden kugeln, schließlich sind wichtige Online-Portale für sie nicht mehr erreichbar. Mailinglisten funktionieren nicht, eMail-Adressen werden lahmgelegt… Man könnte die Liste unendlich weiterführen.
Was können wir dagegen tun? Es liegt nicht an mir, diese Frage zu beantworten, ein erster Schritt wäre jedoch, die Verwaltung des .de-Raumes nicht in die Hände einer Firma zu legen, die damit faktisch das Existieren des deutschen Teils des Internets in der Hand hat, sondern an den Staat zu übertragen. Natürlich steckt dahinter keine groß durchdachte Idee, sondern nur ein ersteinmal naheliegender Lösungsansatz.
Momentan sieht es schwarz aus, zumindest im deutschen Teil des Internets. Scheinbar ist mindestens ein Nameserver der deNIC offline, was durch die Tatsache untermauert wird, dass viele .de-Domains im Moment nicht aufgelöst werden können und diese Dienste daher nur über deren IP erreichbar sind.
Fehlermeldungen dazu sehen so, oder so ähnlich aus:

Bitte keine Panik schieben, das wird wieder. Domains mit anderen Endungen laufen natürlich weiter. Ich halte euch hier auf dem Laufenden.
Update: deNIC weiß angeblich von keinen Problemen…
Update 2: Auf der Statusseite der Domainfactory heißt es:
Aktuell sind alle 6 DENIC-Nameserver-IPs nicht mehr erreichbar. Das DENIC ist über das Problem informiert und arbeitet an der Lösung.
Update 3: Anscheinend weiß man auch bei Heise mittlerweile davon. Siehe hier.
Update 4: Der Statusseite der Domainfactory nach zu schließen, sollten nun wieder alle Nameserver funktionieren. Ich kann das für meinen Teil bestätigen, ich kann wieder fast alle .de-Domains aufrufen. Dennoch kann es eine Weile dauern, bis wieder alle erreichbar sind. Zudem kommt der gemeine Fehler hinzu, dass die Nameserver nicht einfach nicht funktioniert haben, sondern auf Anfrage zurückgegeben haben, dass die angefragte Domain nicht existiere. Dies ist ein Fehler, bei dem nicht einfach der nächstbeste (funktionierende) Nameserver befragt wird.
Heute, oder vielmehr gestern, fand eine seit ein-zwei Wochen geplante Aktion in unserem einst so beliebten MT statt. Ein Sitzstreik, der den Verantwortlichen der Disko zeigen sollte, wie sehr dem Publikum der Metal, der hier früher gespielt wurde, am Herzen lag. Wie gesagt, früher. Seit kurzem wird im Musiktheater nämlich kein Metal mehr gespielt, auch der “Metal-DJ” Matze musste gehen, auf Beschwerdemails kommt nur eine Standardantwort zurück.
Im Vorfeld des Streiks wurden bereits Flyer für die geplante Aktion verteilt sowie Unterschriften für Metalwünsche gesammelt. Das geschah ab Einlass bis zum Sitzstreik um 22 Uhr im Raucherraum bei der Bar im MT. Schön und gut, lief auch alles, wir hatten viele Unterstützer. Bis die Flyer irgendwann mit mir in Verbindung gebracht wurden. Ich hatte keine Erklärung dafür, jedenfalls ging die Geschäftsführerin an mir vorbei, zeigte auf mich, und schon kam ein Türsteher und begleitete mich raus. Er wusste auch keine Antwort, warum ich nun gehen durfte.
Dass ich aber nicht einfach gehe, hätte man sich denken können. Ich verließ zwar das Grundstück, blieb aber trotzdem in der Nähe stehen – bis der Unterschriftensammler hinterherkam, der teilte nämlich mein Schicksal. Nachdem der mit mir ein bisschen diskutiert hat kam dann auch ein Türsteher und wollte uns weißmachen, die Nachthallen hätten Hausrecht bis zur Wolfhager Straße – ja klar.
Nach etlichen Rausschmissen mehr erfuhren wir dann vom Streik um 22 Uhr. Alle schienen sich hingesetzt zu haben, das MT war bombenvoll. Bis die Türsteher und der Besitzer des MTs der Meinung war, man müsste aggressiv dagegen vorgehen. Leute wurden an Haaren, Ohren, Armen etc. aus der Menge gezogen und vor die Tür befördert. Ich glaube ich habe noch nie mehr Leute vor den Nachthallen stehen sehen.
In zwei mir bekannten Fällen wurde dann noch mehr über die Stränge geschlagen.
Der Chef des MTs soll wohl jemanden, der friedlich auf der Tanzfläche gestanden hat, lange vor dem Sitzstreik, am Hals gepackt haben und ihn brutal gewürgt und vor die Tür gesetzt haben. Nach einem entsprechenden Anruf bei der Polizei erstattete dieser Strafanzeige wegen Körperverletzung, die Nachthallen erstatteten ihrerseits Anzeige wegen Nötigung und Hausfriedensbruch, wobei ich nicht verstehe, wie sie das begründen wollen, aber das muss ein Gericht entscheiden.
Im zweiten mir bekannten Fall soll ein Türsteher den Unterschriftensammler bedroht haben. Von wegen “wir können das auch privat klären, ich drehe mir das schon so, dass es rechtlich passt”. Diesem Menschen gehört der Job abgenommen.
Was aus dem Streik noch geworden ist, werde ich hier berichten, oder ich lasse es halt bleiben. Nähere Infos, Bilder und Diskussionen dazu findet man auf www.schuelervz.net in der Gruppe “Sitzstreik im MT am 9.04.10″.
Neues Handy
Kommt ein bisschen später als das Handy, aber schließlich ist das ja auch mein Weihnachtsgeschenk.
Ich habe also am Samstag schon mein Weihnachtsgeschenk bekommen. Ein Samsung GT-S5320. Eigentlich besteht dieses Handy nur aus Touchscreen, was aber total genial ist. Der einzige Nachteil besteht eigentlich darin, dass das Handy kein WLAN hat, aber das überlebe ich, denke ich.

Hier ein bisschen Technik:
- Dimensionen (BxHxT) in mm: 53 x 104 x 11,9
- Gewicht: 92 Gramm
- Display: TFT-Farb-Touchscreen mit 3 Zoll Bilddiagonale
- Display-Auflösung: 240×400 Pixel
- Quad Band
- bis zu 700 Stunden Standby-Zeit und bis zu 10 Stunden Gesprächszeit
- Bluetooth, aber kein WLAN und auch kein UMTS
- MP3/4-Player, Musikerkennung und Radio
- 100 MB interner Speicher, aber mit MicroSD-Karten bis 8 GB erweiterbar
- Digitalkamera: 3,2 Megapixel und Videofunktion
- Handschrifterkennung
Ja ich weiß, das kommt jetzt ein wenig spät. Egal.
Die Tatsache dass ich jetzt 18 bin ist eigentlich garnicht weiter erwähnenswert, gut, ich darf jetzt trinken bis zum Verlust aller Sinneswahrnehmung etc., aber das wohl wichtigste diesmal waren wirklich meine Geschenke. Zum einen eine Rentenversicherung von meinen Eltern (Moment. Davon hab ich jetzt noch nichts.) und ein Auto – ebenfalls von meinen Eltern.
Ein Auto? Ja. Ein Auto. Und auch nicht irgendein Auto, sondern ein Alfa Romeo 147 als 3-Türer. Ich dachte ich werde bekloppt als ich davor stand. Nunja. Jetzt bekomme ich die Tankfüllungen und Wartungsarbeiten bezahlt und gut ist.
Hier ist das gute Stück – natürlich in knallrot:

Für die, dies interessiert: 1,6-liter 4-Zylinder mit Doppelzündung und 105 PS. Bei etwas mehr als einer Tonne Masse zieht der schon ordentlich.
Ich bin irgendwie voll aus dem Bloggen raus. Es ist ja nicht so, als gäbe es nichts, worüber ich schreiben könnte. Zum Beispiel wäre da die Tatsache, dass ich seit dem 4. Dezember endlich 18 bin und ein Auto zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Allein das wäre bloggenswert.
Außerdem war ich am 11. Dezember auf dem Rammsteinkonzert in der frankfurter Festhalle (Bilder). Das Geilste, was mir je passiert ist.
Ich habe am Samstag mein Weihnachtsgeschenk bekommen, ein Handy.
Und heute habe ich für WoED.fm einen Twitter-Bot geschrieben, der in beliebigen Zeitintervallen den gerade laufenden Song überprüft und ggf. bei Twitter postet. Basierend auf meinem eigenen Bot.
Naja. Ich weiß nicht was los ist. Vielleicht bin ich zu Anti-Nerd geworden. Vielleicht geht mir das Internet mittlerweile auf die Nerven. Vielleicht habe ich keine Zeit mehr. Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass ich wenigstens die Blog-Artikel über mein Auto und das Rammstein-Konzert noch nachholen werde.
Falls ich also vor Weihnachten nicht mehr posten sollte: Frohe Weihnachten!
Noch 26 Stunden, 40 Minuten und 52 Sekunden. Dann werde ich 18 und damit volljährig. Endlich Autofahren, endlich länger als bis 12 feiern, endlich alles andere machen
Wurde aber auch Zeit…